Bei sommerlichen Temperaturen herrscht in Eisdielen in der Regel Hochbetrieb. Dort wird das Eis oft mit Hinweisen wie „eigene Herstellung" oder „selbst gemacht" beworben. „Eine rechtliche Definition für diese Begriffe fehlt“, erklärt Anja Schwengel-Exner, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern. „Verbraucher können nicht erkennen welche Herstellungsweise sich dahinter verbirgt“. Einige Eisverkäufer mischen fertiges Pulver an, andere fügen Zutaten wie Früchte, Nüsse oder Schokolade zur fertig gelieferten Grundeismasse. Wieder andere stellen das Eis aus den erforderlichen Zutaten vollständig selbst her. Es gibt keine Garantie, dass Eis aus der Eisdiele weniger Zusätze wie Stabilisatoren oder Aromen und mehr frische Inhaltsstoffe enthält als Eis aus der Fertigpackung. Wer Wert auf natürliche Zutaten legt, muss vor Ort nachfragen. Für die Kennzeichnung in der Eisdiele vorgeschrieben ist der Hinweis auf Allergene und einzelne Zusatzstoffe, beispielsweise „mit Farbstoff".
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